Erlebnis als Treibstoff:
Die Tankstelle der Zukunft

Trend

Tankstellen verändern sich. In Zeiten von E-Mobility und autonomen Fahren sind sie nicht mehr einfach nur ein Ort zum Nachfüllen von Treibstoff. Sie sind ein Service-Point, ein Ort des Begegnens und Erlebens. Convenience spielt eine immer bedeutendere Rolle, das Erfüllen von allen Ansprüchen, denen des Fahrzeugs und des Reisenden, muss zum Ziel werden. Der neue Treibstoff für Tankstellen ist das Erlebnis: Der Sprit von heute heißt Spirit. Und morgen? Michaela Schölnberger, Engineering Director bei umdasch Food Retail spricht über die „Tankstelle der Zukunft“.

Energiewende

Natürlich denkt man bei den Tankstellen der Zukunft als erstes an Elektrofahrzeuge. E-Mobility ist schon heute ein großes Thema, auch abseits von Tankstellen. So bieten laut einer aktuellen Studie des EHI Retail Institute 54 % der befragten Einzelhändler schon Ladestationen für Elektrofahrzeuge an, weitere 19 % planen dies.

Bild: Vlad Tchompalov

Überbrückung der Ladezeiten

Warum gerade Einzelhändler sich damit beschäftigen, liegt auf der Hand. Lange Ladezeiten von Elektrofahrzeugen sind nicht vergleichbar mit der Dauer einer Betankung fossiler Treibstoffe – jede Möglichkeit wird also gerne genutzt. Da kommen wir schon zur eigentlichen Frage: Was müssen Tankstellen anbieten, um diese Ladezeiten zu überbrücken?

Bild: MIT Design Lab

Gesellschaftlicher Wandel

Das Konzept von Tankstellen und Autohöfen muss sich im Kern verändern. Eine Idee wären etwa Social Hubs und Co-Working Spaces, an denen sich der Kunde aufhalten und „auftanken“ kann, ohne Zeit zu verlieren. Dies geht mit einem Wandel der Gesellschaft einher: Die Arbeit wird vermehrt aus dem Home-Office oder eben von unterwegs getätigt. Hier Optionen zu schaffen, ist naheliegend.

Bild: MIT Design Lab

Erlebnisse schaffen

Natürlich hat der Mensch nicht nur die Arbeit im Kopf. Bei Urlaubsreisen mit Kindern geht es nicht nur darum, von A nach B zu kommen, sondern um das Wie. Eine Möglichkeit zur Erholung für die Fahrerinnen und Fahrer sowie der spannenden Unterhaltung der Kinder (und Beifahrer) ist ein absolutes Muss zukünftiger Tankstellen und Raststationen. Beides geht zwangsläufig mit einem entsprechenden Gastronomieangebot einher.

Bild: umdasch

Service Point

Auch die Mobilität der Zukunft muss neu gedacht werden: Car Sharing Konzepte werden immer beliebter, Tankstellen können hierfür logistische Zentren werden. Die Tankstelle wird außerdem zum Service Point, an dem man sich gerne aufhält, um das eigene Gefährt auf Vordermann zu bringen. 

Bild: MIT Design Lab

Eine nachhaltige Möglichkeit für einen erlebnisorientierten Aufenthalt bietet umdasch mit dem Liquid Dispenser für Frostschutzmittel und trifft damit exakt den Zeitgeist. Besonders unbesetzte Tankstellen können durch Zusatzverkäufe von Scheibenfrostschutz von diesem autonomen System profitieren. Die Konsumenten sind übrigens bereit für solche Lösungen: laut einer Studie von umdasch mit über 1.000 Befragten sagen 92 % deutlich „ja“ zu verpackungsfreien Maßnahmen.

Bild: umdasch

Convenience Stores

Tankstellen ohne Convenience Stores sind heute kaum vorstellbar, in Zukunft schon gar nicht. Nicht nur als Ziel für den sonntäglichen Heißhunger, sondern eben auch für den Zwischenstopp bei Reisen müssen sie mit einer abgestimmten Produktpalette dienen können. In Zukunft werden wir jedenfalls vermehrt Click & Collect Systeme antreffen, die bis zur In-Car-Order für Eilige gehen können. 

Bild: umdasch

Das kann entweder über den Bord-Computer oder über das Smartphone geschehen, individuelle Kundenansprache auf den Digital Signage Screens inklusive. Geschwindigkeit ist natürlich ein wichtiges Thema: Da niemand gerne an der Kassa wartet, wenn es schnell gehen muss, führt an Self- oder automatischen Checkouts kein Weg vorbei. 

Bild: MIT Design Lab

Fazit

„Der Weg ist das Ziel“ – was für die meisten eine Metapher ist, ist für Mobilitätsunternehmen das oberste Credo. Für Tankstellen bedeutet das in Zukunft – die bekanntlich heute beginnt – folgendes: Die Möglichkeiten müssen erweitert werden. Für jene, die schnell weitermüssen und für die anderen, welche sich länger aufhalten – egal wo. Es gilt also, selbst die unattraktivste (Autobahn-)Lage derartig aufregend zu gestalten, dass man dort gerne verweilt. Daneben muss man sie auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, um ein kundenorientiertes Service für neue Bedürfnisse zu ermöglichen.

Bild: MIT Design Lab

Sie haben Ihr Ziel erreicht!

Michaela Schölnberger
Engineering Director


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