Refilling statt Recycling

Trend

Kunststoffe zu recyceln ist schön und gut. Doch der Megatrend Neo-Ökologie zeigt neue Möglichkeiten: Plastik im Vorhinein zu vermeiden. Wie das geht? Ganz einfach, durch wiederverwendbare Behälter anstelle von Einwegverpackungen. Die Store Makers von umdasch sind Vorreiter auf dem Gebiet der Refilling-Systeme und haben in einer groß angelegten DACH-weiten Studie eindeutige Ergebnisse erhalten:  92 % der Befragten bevorzugen wiederverwendbare Verpackungen. Gerold Knapitsch, Divisionsleiter von umdasch Food Retail, erläutert, warum die Studie durchgeführt wurde, wie die Ergebnisse aussehen und welche weiterführenden Möglichkeiten es für Markenartikelproduzenten und Retailer gibt.

Herr Knapitsch, wieso beschäftigt sich umdasch mit dem Thema Refilling?

 

Erstens ist mir die Bewahrung einer sauberen Umwelt ein persönliches Anliegen. Zweitens gibt es klare Vorgaben der EU: Einwegverpackungen gehören massiv eingespart; Industrie und Retail müssen nun umdenken und handeln. Wir haben uns überlegt, wo wir hier ansetzen können. Die Antwort darauf sind für uns als Ladenbauer Refilling-Systeme am Point-of-Sale. Letztendlich können wir aber keine Maßnahmen setzen, ohne die Akzeptanz für unsere Lösungen bei den Konsumenten zu kennen: Wir haben uns gefragt, ob die Menschen bei ihrem täglichen Einkauf überhaupt wiederverwendbare Verpackungen verwenden würden?

 

Sind die Konsumenten bereit?

 

Absolut. Ich war überrascht von den eindeutigen Ergebnissen: Von über 1.000 Befragten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sagen ganze 92 %, dass sie lieber wiederbefüllen würden, anstatt wegzuwerfen – wenn es bloß Möglichkeiten gäbe. Teilweise würden die Menschen für solche nachhaltigen Alternativen sogar mehr bezahlen.

Welche Produkte eignen sich aus Sicht der Befragten?

 

Die Grenzen sind hier schier unendlich. Die Studienteilnehmer hatten zahlreiche Ideen, von Speiseölen über Frostschutzmittel bis hin zu Cerealien und allen voran: Waschmittel. Wir haben bereits ein System zur dosierten Ausgabe von Waschmitteln entwickelt, den Liquid Dispenser.

Wie funktioniert der Liquid Dispenser?

 

Je nach den Anforderungen des Produktes, sind verschiedene Ausführungen möglich. Das Prinzip ist kinderleicht: Der Käufer stellt seinen Behälter auf den vorgegebenen Platz, per Knopfdruck wird das Produkt ausgegeben. Eine saubere, hygienische Ausgabe ist den Konsumenten ein großes Anliegen, so die Befragung. Mit unserer Lösung ist dies einwandfrei möglich. Zurzeit gibt es Gebinde in zwei verschiedenen Größen zur Auswahl. Man scannt den darauf befindlichen Barcode, sodass der Scanner das Volumen erkennt und die Befüllung zeitgerecht gestoppt wird. Die Menge kann also exakt dosiert werden. Zur Überbrückung der kurzen Wartezeit von weniger als einer Minute besteht die Möglichkeit, über einen Screen spannende Produktinfos zu erhalten –  ein Mehrwert auch für die Industrie, mit der Chance, den Konsumenten ausgewählte Inhalte näherzubringen.

Welchen Aufwand haben die Händler mit Refilling-Systemen?

 

Der Liquid Dispenser ist ein für den Kunden selbsterklärendes System. Daher ist auch kein Beratungsaufwand durch die Verkaufsmitarbeiter nötig. Der Konsument wird mit Informationen im Display des Dispensers durch den Abfüll-Prozess intuitiv begleitet. Lediglich sind die Vorratsbehälter bereitzustellen und anzuschließen. Derzeit sind zwei Kanister zu je 20 Liter in einem System vorgesehen. Dies kann allerdings beliebig angepasst werden. So ist es beispielsweise auch möglich, größere Behälter direkt auf einer Halbpalette anzuliefern oder den Container in einem anderen Raum unterzubringen. Leere Behälter werden natürlich wiederverwendet. Der genaue Prozess ist hierbei jeweils mit den beteiligten Unternehmen abzustimmen, genau wie die individuelle Fertigung des Dispensers. Wir agieren hierbei als Partner und unterstützen bei der kompletten Abwicklung, vom Design bis zum Aufbau und After Sales Service.

Sollte es beim Abfüllen zu einer Störung kommen oder der Vorratsbehälter ist leer, werden sofort SMS an das definierte und geschulte Personal versendet, sodass sich dieses rasch um die Behebung der Störung kümmern kann. Und wir bieten ein eigenes Service-Team, das die Wartung der Geräte übernehmen kann, per Fernwartung oder vor Ort.

Und wie kommt man nun zu einem Liquid Dispenser oder anderen Refilling-System?

 

Wir sehen uns nicht nur als Lieferant, sondern wirklich als Partner für die gesamte Umsetzung und darüber hinaus. Der Liquid Dispenser ist die Einladung, ein gemeinsames Projekt zu starten: hier lässt sich wirklich etwas im Sinne der Nachhaltigkeit bewirken. Industrie und Handel sind stets erpicht darauf, Zeichen für den Umweltschutz zu setzen und haben jetzt eine spannende Chance, denn unsere Studie hat bewiesen, dass die Konsumenten nun auch bereit für solche Umsetzungen sind. Das ist kein Projekt, bei dem man sich ein „grünes Mäntelchen“ anzieht, sondern eines womit man tatsächlich etwas Gutes für die Umwelt tut. Mit unseren technologischen Fertigungsmöglichkeiten und sämtlichen Service-Leistungen sind wir der perfekte Partner für die Umsetzung von Refilling-Lösungen aller Art – für Industrie und Handel!

                      

Weitere Informationen über die Studie und detaillierte Ergebnisse finden Sie in der Broschüre: „Refilling statt Recycling“.

 

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