Die Store Makers von umdasch erzählen Spannendes zu General Contracting

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Bauen im Einzelhandel war noch nie so einfach – zumindest aus Sicht des Bauherrn. Vorausgesetzt er nimmt die Leistung eines GU in Anspruch. GU steht für den englischen Begriff „General Contracting“, zu Deutsch: Generalunternehmer. Zwei Buchstaben, ein Versprechen: Der Retailer kann sich voll auf sein Daily Business konzentrieren, während der Ladenbauer ihm die komplette Umsetzung seines Ladenkonzeptes abnimmt. Und zwar von A wie Abwicklung bis Z wie Zeitmanagement. Eine Einführung in das Rundum-Sorglos-Paket von umdasch Shopfitting.
 

GU beschäftigt alle Branchen, ob Food, Fashion, Lifestyle, Duty-free und sogar Banken. Doch was leistet General Contracting? Einige Deutungsversuche.

 

"Ein General Contractor verfügt über die Fachkompetenz im Bereich Bauvorhaben und übersetzt die Bedürfnisse des Kunden in die Sprache derLieferanten, Behörden und Vermieter." - Larissa Grün, Head of Retail Manager bei NYX Professional Makeup

 

"Der Bauherr hat einen fixen Ansprechpartner für alle Gewerke und für die Schnittstellen dazwischen. We take care of everything!" - Johann Kogler, General Contracting Manager bei umdasch Österreich

 

"Für GU braucht es Hirn, Hand und Herz, wobei Hirn für die nüchterne Betrachtung steht, Hand für die handwerkliche Qualität und Herz für das persönliche Engagement." - Marco Gösling, General Contracting Director bei umdasch Deutschland

 

General Contracting ist die Königsdisziplin im Ladenbau, eine Patentlösung gibt es nicht. Dazu sind die Anforderungen der Kunden zu verschieden und auch die jeweiligen Immobilien verlangen nach einer individuellen Herangehensweise, was gerade Rollout-Projekte so anspruchsvoll macht.

Für eine Bank etwa steht Diskretion ganz oben auf der Wunschliste raumbildender Maßnahmen. Einem auf Hörgeräte spezialisierten Händler liegt an einer perfekten Akustik, während Systemgastronomen Möbel verlangen, die mit den strengen Hygienevorschriften vereinbar sind.

 

Die wenigsten Kunden haben genaue Vorstellungen, oft gibt es nur eine vage Idee, auf die aufgebaut werden kann. Die Kunst besteht darin, jeden Kunden dort abzuholen, wo er zum Projektstart steht.

 

Es ist wie in der Geschichte mit dem Geist, den ein Mann am Strand aus einer Flasche befreit. Zum Dank hat der Mann einen Wunsch frei. Weil er Flugangst hat, wünscht er sich eine Brücke über den Ozean. Aber weder weiß er, wie viele Stützen seine Brücke haben soll, noch hat er eine Vorstellung von Material und Farbe. Er weiß nur, wann er auf der anderen Seite des Meeres sein will.

Ein guter Generalunternehmer fungiert – um im Bild zu bleiben – als Brückenbauer. Er macht den Weg frei bis zur Eröffnung – und sorgt auch darüber hinaus dafür, dass der Kunde ohne Risiko am Ziel ankommt.

Ein guter GU arbeitet nach der Maxime: Geht nicht, gibt’s nicht. So lassen sich selbst spontane Änderungswünsche und Zusatzleistungen berücksichtigen. Und eigentlich unmögliche Bauzeiten einhalten.

 

„Noch nie zuvor hat ein Genral Contractor es geschafft, einen unserer neuen Stores termingerecht zu eröffnen. Ihr habt das Ding gerockt.” - Dior

 

Seit bald 30 Jahren in Sachen Ladenbau unterwegs. Marco Gösling, General Contracting Director bei umdasch Shopfitting in Deutschland, im Interview.

 Herr Gösling, welche Rolle spielt GU für umdasch?

Das hat sich die vergangenen zwei, drei Jahre stark entwickelt. Die Mitarbeiterzahl ist in dieser Zeit alleine in Deutschland von 13 auf 40 gewachsen. Und da reden wir noch nicht von unseren anderen Niederlassungen in Österreich, Großbritannien oder Middle East. Gemessen am Gesamtumsatz liegt der Anteil von GU-Leistungen heute bei etwa 45 Prozent. Die gestiegene Bedeutung zeigt sich auch an unseren drei deutschen Standorten, wo wir GU-Teams haben – und in der neuen Prozessstruktur mit Projektmanager, Zeitmanager und einem schlagkräftigen Backoffice.

Warum macht GU für einen Retailer Sinn?

Weil der Kunde damit nur einen einzigen Ansprechpartner hat und im Idealfall eine Firma dahintersteht, die auch finanziell einen langen Atem hat. Das ist gerade bei Gewährleistungsfragen entscheidend; zumal der Retailer auch hier nur einmal Kontakt aufnehmen muss statt zeitintensiv zu recherchieren, wer von den Dienstleistern überhaupt zuständig ist.

Gewährleistung?

Ein ganz wichtiger Punkt. Was ich in Gesprächen immer wieder höre: Viele Kunden wissen nicht um ihre Rechte. Zum Beispiel, dass die Gewährleistung in Deutschland bis zu fünf Jahre beträgt. Ich kenne Fälle, da hat der Retailer nach ein, zwei Jahren Mängel auf eigene Kosten beseitigt. Auch das gehört zu einem guten Rundum-Service: klare Kommunikation. Dann sagen mir Kunden auch: Uns ist bewusst, das kostet ein paar Euro mehr, aber das ist es mir wert.

Ist GU so viel teurer?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Nur so viel: Wir arbeiten mit vielen Nachunternehmern, mit denen wir teils langjährige Geschäftsbeziehungen unterhalten. Klar, dass wir da bessere Preise erzielen und diese weitergeben können.

 Gibt es GU nur im Paket oder auch als Stand alone-Leistung?

Wir entwickeln Projekte gerne ganzheitlich, aber natürlich sagen wir nicht: Ohne den Möbelbau übernehmen wir keine GU. Im Gegenteil. Wir haben immer wieder Aufträge, bei denen wir keine Möbel liefern. Das zeigt uns, dass der Markt umdasch auch als Partner für das Projektmanagement schätzt.

Ist man versucht, Aufträge anzunehmen, auch wenn der Zeitrahmen unseriös ist?

Ich sage ehrlich, was geht und was nicht, auch wenn wir dadurch vielleicht nicht jeden Auftrag gewinnen. Wenn ich dann aber an dem betreffenden Objekt vorbeikomme und sehe, dass innerhalb der Frist noch nicht mal die Fassade fertig ist, zeigt mir das: Erfahrung und ein gutes Gespür für das Machbare sind mehr wert als große Versprechungen.

 

Bildunterschriften und Fotocredits im Download erhältlich

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