17.11.2010
Bei der von Tomas Josak, Martin Deness und Matus Josak entwickelten „Dascanova Technologie“ wird durch örtlich unterschiedliche Verdichtung der Fasern oder Späne innerhalb des Plattenquerschnittes eine dreidimensional gerichtete Dichteverteilung in der Platte erzielt. Dadurch ist es möglich, die Steifigkeit und Festigkeit gegenüber der herkömmlichen Dichteverteilung bei gleichem Flächengewicht signifikant zu erhöhen oder das Flächengewicht bei gleichen statischen Eigenschaften zu reduzieren.
Das breite Spektrum der Jozef Keckes untersuchten Anwendungsmöglichkeiten der Durchstrahlungstechnologie für die Analyse und das Verständnis der Mikro- und Nanostruktur von Holz reicht vom Zusammenhang zwischen dem Zellulose-Mikrofibrillenwinkel und der Dehnung in In-Situ-Experimenten über Untersuchungen mit Zellulose-Nanokompositen, der Orientierung von Zellulose-Makromolekülen mittels elektrischer Felder, den piezzoelektrischen Eigenschaften der Zellulose bis hin zur Erfassung der Faserorientierung und Mikrofibrillenwinkel an der Verbindung zwischen Stamm und Ast.
Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Josef-Umdasch-Forschungspreis wird - im Gedenken an den Unternehmensgründer Kommerzialrat Josef Umdasch - alle zwei Jahre für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Forst- und Holzwissenschaften international ausgeschrieben. Der Preis ist Ausdruck der Wertschätzung gegenüber der wissenschaftlichen Forschung als Grundlage für unternehmerische und produktspezifische Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Darüber hinaus unterstreicht der Josef-Umdasch-Forschungspreis die enge Verbundenheit des Umdasch Konzerns mit der Universität für Bodenkultur in Wien.
Feierliche Preisverleihung: Josef Keckes, Martin Denesi, Tomas Joscak, Alfred Umdasch und Hilde Umdasch, Rektor Martin Gerzabek sowie Univ.-Prof. Gerd Wegener.