Umdasch Konzern 2010: Gestärkt aus der Wirtschaftskrise

Amstetten, 13.05.2011

Der weltweit tätige Amstettner Umdasch Konzern gehört mit seinen Unternehmen der Doka Division (Betonschalungstechnik) und Umdasch Shopfitting Division (Ladeneinrichtungen) zu den klassischen „Konjunkturfolgern“. Die Bremsspuren der Weltwirtschaftskrise waren daher bis zum dritten Quartal 2010 sichtbar. Umso bemerkenswerter ist vor diesem Hintergrund das mit EUR 60 Millionen erzielte positive Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei einem erwirtschafteten Konzernumsatz von EUR 908 Millionen. Auch der Cash-flow mit EUR 92 Millionen sowie die Produktions- und Vertriebsinvestitionen mit EUR 39 Millionen hielten sich jeweils am Niveau des Vorjahres. Weltweit beschäftigte der Konzern im Jahr 2010 durchschnittlich ca. 6900 MitarbeiterInnen, aktuell sind bereits knapp mehr als 7000 für Umdasch tätig. Damit kommt auch das Ende 2010 wieder eingesetzte und für 2011 optimistisch stimmende Wachstum zum Ausdruck.

Umdasch Shopfitting Division
Mit klaren Strategien den Aufwind nutzen

Das Beschaffungsverhalten des Handels hat sich – nicht zuletzt als Konsequenz der Wirtschaftskrise – stark verändert. Die Aufträge werden in ihre Bestandteile zerlegt und die jeweiligen Gewerke nicht an den Bestbieter, sondern meist sogar an den Billigstbieter vergeben. Damit werden die erzielbaren Preise nachhaltig nach unten gedrückt Auf diese neuen Rahmenbedingungen haben sich Umdasch Shop-Concept und Assmann Ladenbau, die beiden Kernmarken der Umdasch Shopfitting Division, mit überarbeiteten Strategien 2010 sehr gut eingestellt. Neben einem kleinen Umsatzplus von 3 Millionen Euro (insgesamt 196 Millionen Euro) gibt auch ein passables positives Ergebnis Anlass zur Zufriedenheit.

Die Vertriebsmarken der Umdasch Shopfitting Division konnten 2010 auch beeindruckende Projekterfolge einfahren. Besonders hervorzuheben sind seitens Umdasch Shop-Concept in Österreich Projekte mit Kastner&Öhler, Intersport Eybl, Betten Reiter, Elektro Haas, Hartlauer und NKD – allesamt langjährige Geschäftspartner des Unternehmens. International ist die Kundenliste 2010 mit renommierten Namen wie Nike, Esprit, O´Neill, Tommy Hilfiger, Escada, Hugo Boss, Thalia oder auch Marionnaud gespickt. Im weltweiten Travel Retail Business zeigte Umdasch in bewährter Manier Flagge. Airports von Dublin bis Auckland wurden eingerichtet.
Zu den zufriedenen Kunden von Assmann Ladenbau zählten im vergangenen Jahr neben dm Drogeriemarkt, REWE International, SPAR Österreich und ASPIAG auch Mediamarkt, Tchibo, die Neuform Reformhäuser, Geox, Stiefelkönig und viele andere.

Das absolute Highlight im Bereich Marktkommunikation war 2010 die Konzeption der Teilnahme an der EuroShop in Düsseldorf (26.2. bis 2.3.2011). An der globalen Ladenbau-Leitmesse feierte auch das „Ladenbau- und Laden-Marketing-Lexikon“ Premiere. Es handelt sich hierbei um ein von der Umdasch Shop Academy herausgegebenes Nachschlagewerk, das gleichzeitig als Trendreport fungiert.


Doka Division
Marktanteile ausgebaut

Das Geschäftsjahr 2010 war zu Beginn des Jahres noch von den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Liquiditätskrise geprägt. Im 4. Quartal wurde zum ersten Mal nach Einsetzen der Rezession wieder der Quartalsumsatz des Vorjahres übertroffen. Diese positive Entwicklung trug dazu bei, dass die Doka Division das Geschäftsjahr 2010 mit einem Umsatz von 712 Mio. Euro und einem deutlich positiven Betriebsergebnis abschließen konnte. Das entspricht einem Umsatzrückgang von rund 7 % zum Vorjahr, der jedoch zu einem Großteil auf den weltweit geschrumpften Schalungsmarkt zurückzuführen ist. Zusätzlich belasteten Überkapazitäten im Markt und ein starker Konkurrenzdruck das Preisniveau. Doka verteidigte ihre hervorragende Marktposition und konnte in zahlreichen Ländern Marktanteile geschwächter Mitbewerber übernehmen.

Auch im Geschäftsjahr 2010 konnte Doka mit wegweisenden Projekten punkten. Im Infrastrukturbereich zählten dazu folgende Schalungslieferungen: ein vollhydraulischer Tunnelschalwagen für einen Verzweigungsbereich des Gotthard-Basistunnels in der Schweiz, eine selbstkletternde Schalungslösung für den 320 m hohen Pylon bei Wladiwostok in Russland sowie die vier Freivorbauwägen für die Brücke über die Theiss bei Szeged in Ungarn. Im Hochbau war Doka mit den selbstkletternden Schalungslösungen wie z. B. für den 381 m hohen Elite Residence Tower in Dubai oder den 400 m hohen CMA-Tower in Riad, Saudi-Arabien, ganz an der Spitze dabei. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2011 konnten weitere Aufträge für Super Towers, wie z. B. den India Tower in Mumbai, Indien sowie für den Lotte Super Tower in Seoul, Korea, gewonnen werden. In Österreich war der Neubau des Hauptbahnhofes Wien das größte Projekt.

Die von Doka auf der bauma 2010 vorgestellten Innovationen in der Schalungstechnik bewährten sich auf zahlreichen Baustellen und führten bei bestimmten Produktgruppen zu erhöhter Nachfrage. In Kombination mit der Erholung der Bauwirtschaft in manchen Märkten konnte Doka in einigen Tochtergesellschaften 2010 sogar das Umsatzniveau von 2008, dem bis dato erfolgreichsten Jahr in der 52-jährigen Geschichte, übertreffen. Vertriebskampagnen für Innovationen, die erfolgreiche Vermarktung von Schalungskomponenten, Gebrauchtmaterial und Dienstleistungen sorgten für eine weitere Potenzialausschöpfung und eine Erhöhung des Marktanteils.


Umdasch Konzern:
Optimistischer Ausblick 2011

Der Ende 2010 wieder eingesetzte Wachstumskurs soll 2011 fortgesetzt werden. Dafür sprechen sowohl die positiven Wirtschaftsprognosen als auch der bisherige Geschäftsverlauf. Insgesamt wird mit einem moderaten Wachstum von Umsatz und Ergebnis bei anhaltend herausforderndem Marktumfeld geplant.